Demeter

Was bedeutet Demeter?

Biologisch-dynamische Landwirtschaft
Biologisch-dynamische Landwirtschaft ist eine umfassende biologische Anbauweise in der keine künstlichen Dünger und kein chemisches Spritzen gebraucht werden. Biodynamische Gärtner und Landwirte arbeiten unter Zuhilfenahme einer breiten Palette natürlicher Substanzen und Methoden, dazu gehören auch biologische Aktivierungs-Präparate die Boden und Pflanzen wirksam beleben. Die Pflanze wird in einer ganzheitlichen, umfassenden Art und Weise wahrgenommen, betrachtet, nicht nur isoliert in einem Stück Boden – die Einflüsse von Boden, Wasser im Boden, Atmosphäre, Licht und Wärme, des Kosmos (Sonne, Mond, Planeten und Sterne) auf die Pflanze werden alle berücksichtigt. Diese Elemente werden bewusst ins Gleichgewicht gebracht, was der Pflanze ermöglicht zu ihrem vollen Potential an Gesundheit und Lebenskraft zu wachsen. Das ergibt schönste, geschmackvollste, wesensgerechte Nahrungsmittel.

 

Der Boden ist die wichtigste Grundlage der Landwirtschaft. Mit Biodynamik entwickelt sich der Boden. Er wird mit der Zeit humusreich, krümelig, wohl-strukturiert und durchlässig für Luft und Wasser. 1924 beschrieb Dr. Rudolf Steiner wie eine Reihe von aktivierenden biologischen Präparaten herzustellen sind, die Böden entwickeln in der oben beschriebenen Art und Weise. Und die den Pflanzen ermöglichen bei optimaler Gesundheit zu wachsen und sich dabei natürlich aus dem Humus im Boden ernähren, nicht künstlich aus dem Wasser im Boden. Das wird im folgenden beschrieben:

 

Natürliche Ernährung der Pflanzen
Der kolloïdale Humus im Boden enthält viele der Nährstoffe. In wasserlöslichem Zustand werden sie in den kolloïdalen Strukturen des Humus für die Wurzeln der Pflanzen bereit gehalten. Das Wasser im Boden bleibt so rein und enthält nur sehr wenig gelöste Mineralien. Da Pflanzen über keinen eigenständigen Wärmehaushalt verfügen wie die Tiere, sind sie von der Wärme dem Licht der Sonne abhängig, die ihnen signalisiert, wann sie sich zu ernähren haben. Die Pflanze nimmt, sobald Sonnenwärme und -licht da sind, viele Stoffe über ihre Blätter und Stengel aus der Luft und mit ihren feinen Haarwurzeln Nährstoffe aus dem Humus im Boden auf. Pflanzen müssen die ganze Zeit von Wasser durchströmt sein. Sie nehmen Wasser aus dem Boden auf und verdunsten es über die Oberfläche, insbesondere die Blätter, in die Luft. Die Aufnahme von Wasser erfolgt fast vollständig getrennt von der Aufnahme von Nährstoffen. Wasser wird von dickeren, fast vertikalen Wurzeln aufgenommen. Dieses Wasser ist rein. Es enthält nur sehr wenig gelöste Mineralien. Die Pflanze hat so einen ausgewogenen Metabolismus. Die Nährstoff-Aufnahme entspricht dem durch die Sonne gesteuerten Wachstum der Pflanze. Die Pflanze ist aufrecht, hat eine gesunde grüne Farbe und ist für angreifende Insekten und Krankheitserreger wenig attraktiv.

 

Unnatürliche Ernährung von Pflanzen
Wenn künstliche, wasserlösliche Dünger, roher Dung oder schlecht gemachter Kompost in den Boden eingearbeitet werden, dann lösen sich die darin enthaltenen Mineralien und verteilen sich über das ganze Wasser des Bodens. Der Einfluss der Sonne als Regler der Ernährung der Pflanzen wird so reduziert. Planzen bekommen so mehr als sie metabolisch brauchen können, die Zellen der Pflanze werden übervoll an mineralischen Salzen. Die Pflanze nimmt dann noch mehr Wasser auf um diesen Salzüberfluss zu verdünnen, aber mit dem Wasser kommen noch mehr gelöste Salze. Die Zellen werden überfüllt mit mineralischen Salzen und Wasser. Die Pflanze sieht aufgeblasen, dunkel- bis blaugrün aus. Der Wirkungsgrad der Photosynthese wird schlechter. Die Pflanze ist krank und wird anfällig für Insekten und Krankheiten. Geschmack, Nährwert, und Haltbarkeit nehmen ab.

 

Biologisch-dynamisch arbeitende Bauern und Gärtner brauchen eine Vielzahl an Materialien und Methoden um einen gesunden Gehalt an Humus zu erreichen, mit guter Struktur und hoher biologischer Aktivität im Boden. Dazu gehören unter anderem:

 

Die biologisch-dynamischen Präparate
Gute Präparate herzustellen verlangt viel Wissen und handwerkliches Geschick. Am Besten erlernt man es bei einem Könner.

Das Hornmist-Präparat «500» - die wirkungsvollste Substanz auf Erden für die Entwicklung der Bodenfruchtbarkeit. Auf feuchten Boden gespritzt, fördert es die mikrobielle Aktivität, Humus Gehalt und Wurzelwachstum. Das bewirkt immer besser strukturierte, reichere, tiefere und dunklere Böden. Es wird aus Kuhdung hergestellt.

 

Dieses Präparat mit den Kompostpräparaten geimpft wird zum «Präparierten 500». Damit wird dem Boden die Wirkung der Kompostpräparate beim Ausbringen des Hornmist-Präparates «500P» vermittelt. Das hilft beim «Boden verlebendigen» dort wo es nicht möglich ist Kompost auszubringen.

 

Das Hornkiesel-Präparat «501» – der Licht-Spray. Es wird gebraucht um mehr Licht in die Pflanzen zu bringen, wenn diese ein Uebermass an Wässrigkeit oder Fruchtbarkeit zeigen. Die Pflanzen werden dadurch straffer und aufrechter und entwickeln Geschmack, Süsse und Haltbarkeit. 501 wird von Quarzkristallen gemacht.

 

Kompostpräparate
Die Kompostpräparate Schafgarbe «502», Kamille «503», Brennessel «504», Eichenrinde «505», Löwenzahn «506» und Baldrian «507» werden von speziell zubereiteten Pflanzenmaterialien gewonnen. Sie werden den Komposthaufen beigegeben. Bei Zugabe zum «500» ergibt das «präpariertes 500», ein umfassenderes «500».

 

Bodenbearbeitung
Biologisch-dynamische Bauern und Gärtner brauchen sorgfältig ausgewählte Werkzeuge um die Bodenstruktur zu schonen und weiter zu entwickeln. Gemüsegärtner zum Beispiel brauchen zum graben Gabeln mit schlanken Zinken und nicht Spaten.

 

Säen gemäss dem Mond und der Sterne
Biologisch-dynamische Bauern und Gärtner brauchen einen speziellen Aussaatkalender der auf Basis vieljähriger wissenschaftlicher Forschung jährlich neu erstellt wird. So kann erreicht werden, dass Pflanzen mehr Wurzel oder mehr Blatt, Blume oder Frucht entwickeln. Schneiden, Pfropfen etc. können so auch in den dafür geeignetsten Zeiträumen erfolgen. Für mehr Information verweisen wir auf die Literatur oder noch besser ein Gespräch mit einem biologisch-dynamischen Praktiker.

 

Das Spezifische

Die biodynamischen Präparate
Die Präparate vermitteln Kräfte, die aus der umgebenden Luft, dem Boden und der gesamten Biosphäre kommen. Wir unterscheiden zwischen den Kompostpräparaten und den Spritzpräparaten.

 

Die Kompostpräparate
Sie dienen dem lebendigen Aufbau des Bodens. Die Präparate Schafgarbe, Kamille, Brennessel, Löwenzahn, Eichenrinde und Baldrian bringen die wichtigsten Pflanzennährstoffe in eine organische Ordnung. Der Jahresrhythmus spielt eine wesentliche Rolle. Der Boden als Grundlage für gesundes Wachstum benötigt Pflege. Einseitige Wettersituationen bedeuten für den Boden und die Pflanzen oft Stress. Mit solchen Stessituationen muss der Landwirt umgehen können.

 

Die Spritzpräparate
Sie sind bekannt unter der Bezeichnung Hornmist (Präparat 500) und Hornkiesel (Präparat 501). Beide Präparate begleiten die Pflanze während ihres ganzen Lebens von der Aussaat bis zur Ernte. Beide Spritzpräparate sind nach einer einstündigen Dynamisierung einsatzbereit.

 

Die kosmischen Einflüsse
Der Lebensraum der Pflanzen erstreckt sich von der Wurzeltiefe unter der Erde bis in den planetarischen Raum. In dieser Polarität entwickelt sie sich. Der Jahreslauf ist ein wichtiger Faktor für die Gestaltung der Lebensrhythmen. Insbesondere werden die Einflüsse des Mondes beachtet. Auch die übrigen Planeten haben Einfluss auf Entwicklung der Pflanzen. Die Erde hat ihre eigenen Rhythmen. Allein durch ihre Drehung um die eigene Achse innerhalb von 24 Stunden entstehen pulsierende Bewegungen. Die mit der Aus- und Einatmung beim Menschen vergleichbaren Veränderungen innerhalb der Atmosphäre haben auf die Pflanzen den grössten Einfluss. Alle pflanzlichen Lebensprozesse ordnen sich in diesen Tagesrhythmischen Verlauf ein. Wir finden diese Polaritäten überall vor, wo wir es mit pflanzlichem Leben zu tun haben: Erde-Kosmos, Ausatmen-Einatmen, Quantität-Qualität.

 

Die artgerechte Tierhaltung
Nicht nur die Pflanze wird so gepflegt und gehegt, dass sie sich in ihrem Umfeld harmonisch entwickeln kann, auch die Tiere werden möglichst artgerecht gehalten. Kulturpflanzen sind ohne die umsichtige Pflege des Landwirtes oder Gärtners nicht überlebensfähig. Auch unsere Haustiere haben sich durch die Jahrtausende alte Beziehung zum Menschen domestiziert und sind auf den menschlichen Kontakt eingestellt und angewiesen. Eine artgerechte Haltung von Nutztieren will ein Gleichgewicht herstellen von Leistung, Fruchtbarkeit, Gesundheit und Lebensdauer.

 

Die Hofindividualität
Für den biodynamischen Landwirt oder Gärtner sind die klimatischen und örtlichen Verhältnisse seines Betriebes die prägenden und gleichzeitig auch begrenzenden Faktoren auf seinem Betrieb. Die Futtergrundlage ist dadurch gegeben und bestimmt die mögliche Zahl der Tiere, die davon ernährt werden können. Daraus wiederum geht die Düngermenge hervor, die zur Verfügung steht. Dies sind die Grundlagen der gesamten Produktion eines biodynamischen Betriebes. Als Individualität wird es deshalb bezeichnet, weil ein möglichst geschlossener Stoffkreislauf angestrebt wird, ohne Fremdzufuhr von Dünger (Mist oder Kompost) und Futtermittel. Ein in sich geschlossener Betriebsorganismus ist eine Zielvorstellung in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.1

 

1 Quelle:

www.demeter.ch/de/qualitaet
www.demeter.ch

Sabine Hagg

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